Liebe unter Siebzehn ist (aus literarisch-filmischer Perspektive) ein Werk, das wichtige Fragen der Adoleszenz, Moral und gesellschaftlichen Normen in einer Zeit des kulturellen Wandels aufwirft. Seine Stärke läge in der sensiblen Figurenzeichnung und der Ehrlichkeit gegenüber jugendlichen Erfahrungen; seine Schwäche bestünde potenziell in einer unkritischen Darstellung von Machtungleichgewichten, falls diese nicht thematisiert wird. Insgesamt eignet sich der Film als Ausgangspunkt für Diskussionen über Gesetzgebung, Aufklärung und die Darstellung von Jugend in Medien.